Lebenssinn

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Ein mystischer Begriff, von dem viele meinen, es gäbe viele Lebenssinne. Das stimmt sicher, wenn man es unter dem Aspekt des jeweils aktuellen Lebens betrachtet. Darüber gibt es aber einen übergeordneten Sinn, warum Menschen überhaupt diesen Planeten bevölkern: Warum treten wir immer wieder eine neue Wanderung hier auf der Erde an? Warum müssen wir hierher kommen? Oder wollen wir sogar unsere Leben hier verbringen? Steckt eine Notwendigkeit dahinter, wie es sich vermuten lässt? Wenn ja, welche?

Es gibt beide: Den, der hinter dem aktuellen Leben steht und einen für das Wesen Mensch generell. So, wie es immer beides gibt: das kosmische Gesetz als lenkende Instanz und das persönliche Erleben der Auswirkung der Gesetzmäßigkeiten.


Der kosmische Grund für die Weltenwanderungen von Menschen.

Unablässig strömt aus dem Ursprung von allem - Gott, Allah, Urenergie ... - Kraft: neutrale Schöpferkraft. Man kann sich das als Wasser vorstellen, das aus einem Schlauch spritzt. Das Schöne übrigens: Man kann immer sein eigenes Verständnis durch Analogien unterstützen.

40|So auch hier ein Vergleich: Wenn man einen Wasserstrahl mit kurzer Belichtungszeit fotografiert, bemerkt man auf der Aufnahme, dass es große Tropfen gibt, kleinere und am Rand feinen Gischtstaub.

So kann man sich den Vorgang am ›Tor in die Welten‹ ebenfalls vorstellen. Es gibt große Energietropfen, kleinere und irgendwo am Rand viel Gischt. Bei diesen sogenannten Tropfen handelt es sich aber um Geistwesen. Die größeren davon unterscheiden sich durch ihre Fähigkeit, sofort nach ihrer geistigen Geburt sich selbst bewusst zu sein.

Nur bei der Gischt am äußersten Rand ist das nicht der Fall. Diese Tröpfchen haben zwar die Fähigkeit des Bewusstseins in sich, aber nicht die Stärke, sie auch anzuwenden. Während das eine bewusst Geistiges ist, handelt es sich bei der großen Anzahl der Tröpfchen um unbewusst Geistiges. Diese Tröpfchen sind wir.

25|In allem Geistigen gibt es einen eingeborenen Urinstinkt: Entwicklung. Geistiges muss sich bewegen und formend tätig sein. Und unbewusst Geistiges trägt den Drang in sich, zu bewusst Geistigem zu werden. Es weiß aber nicht, wie es das tun soll. Man kann so ein Geistsamenkorn mit einer Kugel vergleichen, die viele Löcher gleichmäßig verteilt hat. Die strömende Lebensnergie strebt, gleichmäßig verteilt, durch diese Löcher nach außen. Stellen wir uns vor, dass das mit einem Druck geschieht, ist leicht machvollziehbar, dass sich die Kugel nicht vom Fleck bewegt.

Dieses Nach-außen-Strömen geschieht auf zwei Arten: Einerseits strömt es mit Druck nach außen, zugleich aber zieht es auch an. Die Löcher kann man mit Vorlieben und Abneigungen vergleichen. So ein Geistsamenkorn hat aber weder noch, deshalb sind die Löcher alle gleich.

Die Aufgabe des Geistsamenkorns ist, von der unbewusst-geistigen Ebene auf die nächste Ebene hinaufzugelangen, auf die bewusst-geistige.

Dafür muss es seine Energien bündeln: die anziehnden aufwärts, die abstoßenden abwärts. Dieses Bündeln gibt ihm die Möglichkeit, den Sprung auf die ersehnte nächsthöhere Ebene zu meistern.

20|Die abstoßende Energie strebt nach außen. Abstützend, abwehrend. Emotional kann man diese Bewegungsrichtung mit Ekel oder Abwehr vergleichen.

Die anziehende mit Sehnsucht.

Es geht also darum, die vielen kleinen Löcher in zwei Kanäle zu bündeln: Einen Sehnsuchtsstrang, der sich nach oben richtet (gelb) und einen Abwehrstrang, der sich abwärts orientiert (schwarz). Durch diese vereinten gegenläufigen Bewegungsrichtungen - anziehen und abstoßen - erfolgt ein kräftiger Schub aufwärts. Der ermöglicht den Schritt auf die nächsthöhere Ebene.

Darin ist die Ursache für die riesengroße Chance begründet, die wir mit unseren Erdenwanderungen erhalten. Wie sieht die praktisch aus?

Die Reise beginnt also in einem völlig unbewussten, sozusagen blinden Zustand. Die Sinne sind nur schwach in der Lage, wahrzunehmen und es gibt auch noch keine Fähigkeit, zu beurteilen, wohin das Wesen möchte. So sinkt es von der Ebene, auf der es als winziger geistiger Tropfen gelandet ist, langsam tiefer. Schnuppern nimmt es erste Eindrücke wahr. Ganz langsam entsteht der erste Wunsch, einem Eindruck nachzugehen. Das war der Beginn unserer Wanderung - von jedem von uns.

Wir sinken also tiefer und landen auf der Ebene der Seelen. Dort erhalten wir die Hülle der Seele um unseren Geist. Auf der seelischen Ebene machen wir unsere ersten Erfahrungen. Diese Ebene ist aber noch nicht so intensiv im Erleben, als dass sie uns so weit aufrüttelt, dass wir große Entscheidungen treffen. Wir brauchen mehr. Und so geschah es, dass wir zum ersten Mal als Mensch auf die Erde kamen. Zur damaligen Zeit gab es Tiergattungen, die so hoch entwickelt waren, dass der magnetische Anschluss der Seele zum Tierkörper möglich geworden war - genau zum richtigen Zeitpunkt. Wie alles immer bestmöglich zusammenspielt.

Damit begann unser langer Erfahrungsweg mit den ersten Verbindungen, wie sie in Karma und Schicksal beschrieben sind.

Aus den eben beschriebenen Erkenntnissen lässt sich viel ableiten, beziehungsweise wird dadurch bewahrheitet. Das wäre aber für diesen Artikel zu viel.


Der individuelle Sinn jedes Menschen und seines Lebens.

Der Sinn des aktuellen Lebens entsteht durch unsere energetische Zusammensetzung. Wir können uns als ein Konglomerat aus unterschiedlichsten Qualitäten betrachten (Karma oder Ursache-Wirkung). Manche dieser Anteile sind hilfreich, andere behindernd. Behindernde möchten wir lösen und hilfreiche ausbauen. Immer mit einem Blick auf das oben beschriebene Ziel, die Kräfte auf zwei starke Kanäle zu reduzieren. Solange das nicht erreicht ist, haben wir unsere persönliche Seinsaufgabe nicht gelöst. Es entsteht also die Notwendigkeit, immer wieder zu inkarnieren, um hinderliche Bindungen aufzulösen und die hilfreichen zu verstärken. Die sind aber so mannigfaltig, dass man sich pro Leben nur bestimmte Teilziele setzen kann.

Um diese Teilaufgaben zu lösen, besprechen wir uns als Seele mit Gefährten für das kommende Leben, bitten sie um Unterstützung und suchen uns die Linie aus, die der Aufgabe am besten gerecht wird. Damit sind die Weichen gestellt, um die optimalen Voraussetzungen für die gerade aktuelle Aufgabe zu haben - und wir werden hier auf der Erde geboren.


Auch in diesen Vorgängen lässt sich die Einfachheit des großen kosmischen Plans erkennen.